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Sonja, Tochter aus gut bürgerlichem
Elternhaus, weiß schon früh Akzente zu setzen und huldigt dem
Lebensmotto, dass jeder seines Glückes Schmied sei. Sie heiratet jung in
die befreundete Fabrikantenfamilie Voss ein, wo sie bald berufliche
Erfolge aufzuweisen hat. Zu ihrem Leidwesen und vor allem dem ihres
Schwiegervaters erfüllt sich trotz mannigfaltiger Bemühungen der
dringende Wunsch nach einem Kind bzw. Enkelkind lange Jahre nicht.
Eines Tages, die Firma hat mit
ihren Getränkeabfüllautomaten nach Rio de Janeiro expandiert, begegnet
Sonja eben dort dem kleinen Straßenjungen Fabrício, den zu adoptieren
sie und ihr Mann Gerard sich sehr bald entschließen. Vorbereitungen
werden getroffen, jedoch zerstören in letzter Minute widrige Umstände
das Vorhaben.
Die Ehe zerbricht und als Sonja
sich aus Enttäuschung mit einem flüchtigen Bekannten aus Turin einlässt,
wird sie unerwartet schwanger. Sie zieht ihre Tochter zunächst alleine,
dann mit ihrem zweiten Mann Erich auf.
Désirée, die »Erwünschte«, erweist
sich als hochmusikalisch – ein Erbteil des italienischen Großvaters –
und entwickelt sich zum veritablen Wunderkind, scheitert aber
schließlich, als sie mit einer Popgruppe eine internationale Karriere
anstrebt.
Zum Entstehen des vielfarbigen
deutsch-brasilianischen Flickenteppichs, das Leben der Protagonistin
symbolisierend, tragen weitere Personen bei:
Sonjas Patenkind Renata, Padre
Carlos, Priester und Philanthrop, Claudius, Hausarzt und großherziger
Freund sowie Marcelinho, Désirées Söhnchen und dessen Vater Marcelo,
brasilianischer Unternehmer und Kunde der Firma Voss.
Sonja lernt, dass nicht alles durch persönliche Tatkraft zu regeln ist,
dennoch bleibt sie sich selbst treu, um letztendlich festzustellen, dass
das Leben »gelegentlich so leicht sein kann«, wie es ihr in ihrer Jugend
erschienen war. |